Mecseknádasd Zusammenfassung

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Mecseknádasd
Zusammenfassung
Mecseknádasd liegt im nördlichen Teil des Komitats Baranya, an der Landstraße Nr.6. In der Nähe befinden sich Siedlungen (Pécsvárad, Cikó-Máriaszéplak, Szászvár, Márévár) mit reicher Geschichte. Das romantische, bewaldete Naturschutzgebiet lockt viele Touristen an. Aus der Zeit vor der ungarischen Landnahme wurden nur sporadisch archäologische Funde überliefert, obwohl die Ortschaft seit dem Neolithikum bewohnt war. In der Zeit des Römischen Reiches führte hier eine der wichtigsten Straßen Pannoniens vorbei. Wegen der günstigen landschaftlichen Gegebenheiten war das Dorf auch im Zeitalter der Völkerwanderung bewohnt.
In den Urkunden taucht der Ortsname in den Varianten Nadasth, Nadosth, Nadas auf. Im 16–18. Jahrhundert ließen sich hier serbische Flüchtlinge nieder, deshalb findet man auch die Formen Rácnádasd und Nadasgye. Bis 1910 war der offizielle Name Nádasd, dann von 1910 bis 1950 Püspöknádasd (ein Hinweis auf den Besitzer ung. püspök ‘Bischof’), von 1950 bis heute trägt die Siedlung den Namen Mecseknádasd.
Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahre 1235, als König Andreas II das Gut Máza in einer Schenkungsurkunde erwähnte. Diese in einer Nachschrift überlieferte Urkunde erwähnt die britischen Prinzen („terra Britanorum de Nadasth”). Die Prinzen flohen wegen den Kämpfen um die Krone aus ihrer Heimat. Der eine, Edward heiratete die Tochter von König Stephan I. Aus dieser Ehe wurde in Nádasd Margit (Margarethe) (1045–46?) geboren, die später mit ihren nach England zurückkehrte. Den Wendepunkt in ihrem Leben bedeutete die Heirat mit dem schottischen König Malcolm.
Für ihre karitative Lebensführung wurde sie 1251vom Papst zur Heiligen erklärt, von 1693 wird sie als Patronin von Schottland verehrt. Ihr romantisches Schicksal wurde in vielen in-und ausländischen historischen Quellen erwähnt. Als Geburtsort von Margit geben einige Historiker die Stelle der ehemaligen Réka-Burg (13. Jahrhundert) an. Aufgrund der archäologischen Grabungen ist es jedoch wahrscheinlicher, dass es auf dem sog Schlossberg (über die Ruinen aus dem 11–12. Jahrhundert wurde im 14. Jahrhundert eine Kirche und ein anderes Gebäude errichtet) war.
Das älteste gut erhaltene historische Gebäude des Dorfes ist die St. Stephan Kapelle aus dem 13. Jahrhundert, die im 14. Jahrhundert eine Erweiterung erfuhr. Die Kirche wurde dem Heiligen Ladislaus geweiht. Dies blieb bis zum Anfang des 13. Jahrhunderts so, als die ersten deutschen Siedler hier ansässig wurden. 1330 gehörte die Kirche zum Oberpropst von Tolna.
Im Mittelalter waren der Bischof Kórogyi, die mit ihm verwandte Maróthi Familie und später Nikolaus Monoszlai Csupor die Grundbesitzer von Nádasd. Im 15. Jahrhundert war die Siedlung eine Zeit lang im Eigentum von Janus Pannonius, dem Bischof von Pécs (Fünfkirchen). Während der türkischen Belagerung war Nádasd ein Marktflecken mit drei Ortsteilen. Am Anfang der 1600er Jahre gehörten zwei Pusstagebiete zu Nádasd, Berekalja im Nordosten und Ürhepussta im Osten.
Die in Nádasd ansässigen Ungarn kehrten in den 1560er Jahren zur kalvinistischen Religion über. Während der türkischen Belagerung hielten die Kalvinisten ihre Gottesdienste in der mittelalterlichen St. Ladislaus Kirche ab. Die Steuer- und Soldregister aus dieser Zeit zeugen davon, dass die Burg von Nádasd eine wichtige Festung in der Gegend war. Die Türken bauten die Burg und die katholische Kirche auf dem Schlossberg um. Die Türkenzeit blieb in der Volkstradition und in den Sagen erhalten (Türkenbrunnen).
Nach den Türken bevölkerten die deutschen Siedler Nádasd seit 1718. Die ersten Register zeugen davon, dass die Hügellandschaft und das Gebiet an dem Bach für die Landwirtschaft nicht besonders gut geeignet waren. Die besseren Ackerfelder befanden sich in Berekalja und Ürhepuszta. Die früheren Weinberge an dem Hügel neben dem Ort wurden ernuert, die Einwohner pflanzten auch viele neue Rebstöcke. An dem Bach, das durch den Ort fliesst, entstanden viele Wassermühlen. Die Rohstoffe in der Umgebung (Holz, Stein und Ton) nutzten die Handwerker. Da sie sich ihren Lebensunterhalt damit nicht genügend sichern konnten, arbeiteten sich auch in der Landwirtschaft, vor allem in der Viehzucht.
Bei der Urbarialregelung bekamen die Beisassen zum Teil solche Felder, die ungeeignet für die Landwirtschaft waren. Deshalb begann am Anfang der 1800er Jahre ein langer juristischer Streit zwischen dem Bistum und dem Dorf. Der Prozeß dauerte bis zum Ende des Jahrhunderts.
Die bedeutendsten Bauten des Dorfes (Pfarrkirche, Schloss, Kapelle, Schule, Pfarramt) wurden in der Zeit des Bischofs Georg (György) Klimó errichtet. Nach dem Ausgleich des Jahres 1867 konnte auch die Selbstverwaltung des Dorfes neu organisiert werden.
Die Schule stand zuerst unter der Aufsicht der Kirche, die staatliche Volksschule wurde später ins Leben gerufen. 1935 begann der Unterricht des Deutschen als Muttersprache der Minderheit. Am Anfang des 20. Jahrhunderts funktionierte auch eine Sonntagsschule (zum Wiederholen des Gelernten). In dem ehemaligen bischöflichen Schloss arbeitete der Erziehungsanstalt Julianeum (auch in der Hand der Kirche), später die Volkshochschule Kalot.
Die Handwerker des Dorfes, vor allem die Töpfer, Böttcher, Steinmetzer, Weber und die Müller hatten im 19. Jahrhundert einen größeren Markt und konnten ihren Lebensunterhalt allein von ihrem Beruf sichern. Wegen der Veränderung der wirtschaftlichen Situation nahmen sie die Arbeit von den 1920er Jahren an gehäuft in den Industriebetrieben und im Bergwerk von Fünfkirchen (Pécs) auf.
Die deutschen Siedler erneuerten das religiöse Leben, besonders die Verehrung des Schutzpatrons. Die Traditionen des kirchlichen Jahres lebten bis zu der Vertreibung der deutschen Einwohner nach dem zweiten Weltkrieg weiter. In der letzten Zeit wurde das Fest der Heiligen Margit von Schottland neu ins Leben gerufen. Diese Tatsache diente zur Aufnahme der Beziehungen zwischen Mecseknádasd und den Städten Edinburgh und Dunfermline als Anlass.
Im 18–19. Jahrhundert trugen die Einwohner noch den traditionellen Volkstracht. Mecseknádasd gehörte zu dem Trachtstil der „schwarzen Schwaben”. Seit Anfang des 20. Jahrhunderts veränderte sich die Kleidung, vor allem wegen dem städtischen Einfluss und den Beziehungen der Handwerker. Die „bürgerliche” Mode verbreitete sich.
Die Struktur des Ortsbildes veränderte sich seit Mitte des 18. Jahrhunderts. Aus dem mittelalterlichen Dorf, wo die Häuser in einem Haufen standen, entstand das Bild einer Siedlung, in dem die Häuser in geordneten Reihen standen. Die traditionelle deutsche Bauart der Fachwerkhäuser bewahrten die Siedler. Sie ist heutzutage nur spurenweise zu sehen. Seit Ende des 19. Jahrhunderts kamen dann die Häuser mit einem langen Gang und einer Diele in Mode.

 

 

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