Wachstumsphasenkarte mit Legende

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Wachstumsphasenkarte mit Legende
Vollständige Beschriftung der in der Karte mit Nummern versehenen Viertel, Bereiche, Straßen und Objekte:
VIERTELEINTEILUNG (1754):
Bereiche:
1 Siedlungsbereich „Alt St. Veit” (um die spätere, für den Ort namengebende Pfarrkirche und die Kirche St. Johannes im Erlach; 1131erstmals urk. genannt; an der Stelle des heutigen Stadtzentrums vermutlich herrschaftlicher Gutshof und die Pfarrkirche in der späteren Vorstadt „St. Johanns Ort” [gen. 1449, nach der um 1800 abgetragenen Kirche])
2 Siedlungsbereich „Altstadt” (spätes 12. Jh./1. H. 13. Jh.; an den Stadtmauern spätmittelalterliche Bebauung)
3 Vorstadt „Unser Frauen Ort”, auch Villacher Vorstadt (gen. 1381, benannt nach der Klosterkirche der Klarissen Unsere Liebe Frau, später auch Franziskanerviertel genannt; hier bereits ab 1360 „Neuer Markt”, als Franziskaner Vorstadt 1754 genannt)
4 Weitensfelder Vorstadt (14./15. Jh.; mit spätmittelalterlicher/ frühneuzeitlicher Bebauung entlang des Mühlbaches, „Gewerkensiedlung”; im 18. Jh. auch Lazarett-, Loreto- oder Viertel unter dem Calvaryberg gen.)
5 Friesacher Vorstadt (als „Friesacher Ort” 1428 gen.; lange Zeit auffallend locker verbaut und abgesehen vom alten Kölnhof baulich stark durch das 18. und frühe 19. Jahrhundert bestimmt; z. B. „Mailänderhof”, Friesacher Str. 16)
6 Völkermarkter Vorstadt (nur wenige Häuser sowie Schloss Weyer)
7 Klagenfurter Vorstadt oder St. Johannes-Vorstadt (1754 genannt; mit schon im 18. Jh. geschlossener Häuserreihe)
8 „Neuer Markt” (1360 erstm. genannt; 1399 Verleihung des Eisenniederlagsrechtes; nördlich davon „Eisenhütten”, vom 15. bis 18. Jh. als Eisenstapelplatz verwendet)
9 „in der Döber” (schon 1330 gen., 1528 Hammer, 1566 Nagelschmiede, 1660 Kupferschmiede und 1669 Tuchwalke nachweisbar, hier erbaute Andreas Findenig, 1612 geadelt „von Döber” einen Edelmannsitz)
Straßen:
1 Niederer Platz (bis ca. 1400 nur „Platz” genannt; ab 1406 „niederer und oberer Platz” unterschieden; heute: Unterer Platz)
2 Zwölf-Boten-Gasse (1754) – Freimanngassel (1822; heute: Botengasse)
3 Fleischbankgasse (1754) – Schulhausgasse (sp. 18. Jh.) – Kaserngasse (19. Jh./tw. 20. Jh.) – Klagenfurter Straße (heute: Herzog-Bernhard-Platz)
5 Oberer Platz (bis ca. 1400 nur „Platz”; ab 1406 „niederer und oberer Platz” unterschieden; 1754 „Oberer Platz”)
6 Judengasse (erstmals urk. 1490 bis Ende 18. Jh., vermutlich, aber nicht gesicherter Wohnort der Judengemeinde, von der Wende vom 12. zum 13. Jh. bis zur Ausweisung 1496 entstanden; noch 1754 Judengasse) – Bräuhausgasse (nach 1754)
7 Weitensfelder Türlgasse bzw. Mühlbacher Gassel (1754 ) – Spitalgasse (seit Ende 19. Jh.)
Objekte:
8 Rathaus (seit dem 15. Jh. als solches nachweisbar, 1622–1747 landesfürstliche Münzstätte, seitdem wieder Rathaus; Metallgusstafel mit Sachsenspiegelspruch 1468; Arkadenhof mit Sgraffitodekor z. T. 16. Jh.; im 17. und 20. Jh. erweitert; reiche spätbar. Stuckfassade 1754/55)
9 Florianibrunnen (vermutlich nach dem Brand von 1676 err.; urspr. Statue im Hof der Bezirkshauptmannschaft, Statue des Minnesängers Walther von der Vogelweide 1960 ergänzt)
10 14-Nothelfer-Kirche (1493 err., um 1790 abgerissen, an ihrer Stelle Bau des monumentalen frühklassizistischen Stadtpalais des Montangewerken Johann Matthias Freiherrn von Koller; heute: Bezirkshauptmannschaft)
11 Villacher Tor (Turm err. 13. Jh., abgetragen 1890) mit Barbakane [halbrundes Vorwerk] (15. Jh., 16./17. Jh. verbaut; mit dem Tor abgebrochen)
12 Florianikapelle (am Platz vor dem Villacher Tor; Anfang 18. Jh., abgetragen 1900)
13 (Altes)Rathaus (1623–1747 dient der rückwärtige Trakt des bisherigen Rathauses am Hauptplatz in der Bräuhausgasse als Rathaus, in der Folge als „Altes Rathaus” bezeichnet)
14 Zwingermauer (13. Jh.; lt. Merian 1649 mit Schalentürmen versehen, kaum erhalten)
15 Altes Bräuhaus (in der Judengasse, heute deshalb Bräuhausgasse; ein solches bereits 1647 in schlechtem Bauzustand genannt, am heutigen Standort gesichert 1725)
16 Weitensfelder Türlein oder Törl (1824, „portula” 1289) mit halbrunder Toranlage (err. 13. Jh., abgetragen 1866)
17 Stadtgraben (zunächst wohl beständig und 1747 zumindest in seiner Südhälfte noch mit Wasser gefüllt, seit 1790 aufgeschüttet und parzelliert)
18 Stadtmauer (1228 erstmals genannt, im letzten Viertel 14. Jh. ausgebessert, 1531–1534 runde Ecktürme err., der westliche [datiert 1532] erhalten, die anderen vor 1828 abgetragen)
19 Friesacher Tor (Turm err. 13. Jh., abgetragen 1869) mit Barbakane [halbrundes Vorwerk] (15. Jh., 16./17. Jh. verbaut; mit dem Tor abgebrochen)
20 Zwölfboten(Apostel-)kirche (spätmittelalterlich, vermutlich 15. Jh., 1747 bereits abgetragen)
21 Scharfrichterhaus (Freihaus; seit dem 18. Jh. nachgewiesen, 1814 von der Stadt an den Kameral-Fonds verkauft, von diesem 1821 an Private weiter veräußert)
22 Kaserne (1747 bez. „Casarne” / „Caserna”; Gebäudekomplex nahe dem Klagenfurter Tor, straßenseitig städtischer Teil [Amtsgebäude], hofseitig innen ärarische Kaserne, dieser Trakt bereits vor 1828 aufgegeben und an Private verkauft)
23 Bären-Apotheke (Kern frühneuzeitlich, Fensterläden Cosmas und Damian 17. Jh.)
24 Schulhaus (Eckhaus Unterer Platz Westseite; vor 1750 bis 1870)
25 Festes Haus (der Kärntner Herzöge?, Kernbau hochrom. um 1200/1. H. 13. Jh., zahlreiche Umbauten [Loggia 16. Jh.], später Cafe Carinthia/Sparkassengebäude)
26 Schüsselbrunnen (Bronzefigur eines Mannes im Talar, Nürnberger Bronzeguss um 1500, röm. Brunnenschale aus Virunum [?], 1566 Zusammenstellung in heutiger Form mit Renaissancesockel und Stadtwappen)
27 Gleismüllner-Haus (im Kern sp. 15. Jh.; gratgew. Halle im 1. OG, spätgot. Hinterhaus mit gemauertem Gang, Hauszeichen am Portal)
28 Steinplastik hl. Veit (um 1460/70) als Wegweiser zur Pfarrkirche
29 Stadtpfarrkirche hl. Veit (gen. 1131, im Kern romanische Pfeilerbasilika mit Chorturm um 1200, Chorerweiterung 14. Jh., Einwölbung der Schiffe 14./15. Jh., nördlicher Kapellenzubau 15. Jh., Restaurierung insbesondere des romanischen Westportals 1888), umgeben von Friedhof (12.–18. Jh.)
30 Städtische Fleischbänke (seit dem 14. Jh.)
31 Stadtpfarrhof (1297 erstmals bezeugt; im Kern spätmittelalterlich, versch. Ausstattungsstücke von anderen Gebäuden, u. a. Florianikapelle und Gasthaus Stern)
32 Karner hl. Michael (und Katharina; spätrom. um 1200/01, urk. 1359, karol. Flechtwerkornamentstein 8./fr. 9. Jh. in Zweitverwendung, spätgot. Wölbung 15. Jh., 1930 Umgestaltung zu Kriegerdenkmal)
33 Pestsäule zu Ehren der Dreifaltigkeit (im Auftrag der Bürgerschaft 1715/16 von Angelo Putti ausgeführt)
34 Hinrichtungsstätte der Anführer des Aufstandes gegen die Herzöge 1292 (noch 1828 ausgewiesenes Grundstück der Herrschaft Karlsberg)
35 Statue des Jesuskindes als Weltenherrscher (mit Kreuz und Weltkugel; M. 16. Jh., Zeugnis der Reformationszeit)
36 Landesfürstliches Einnehmerhaus (Holztafel 1726 erinnert an Wiederaufbau nach Brand)
37 Glanbrücke (bei der Papiermühle, anlässlich der Glanregulierung 1901/02 etwas nach Westen an den heutigen Standort verlegt)
38 Hoch- oder Blutgericht (zunächst mit dem herzoglichen Hauptschloss Freiberg verbunden, 1457/1465 der Stadt verliehen; lag immer außerhalb der Stadt, zunächst vielleicht im Nordwesten [Urtl ?]; im 17. Jh. am Abhang des Muraunberges nachgewiesen)
39 Tanzenberg (kleine mittelalterliche Burganlage unter den Keutschachern bis 1563 zum größten Renaissanceschloss Kärntens ausgebaut, nach Erwerb durch die Kongregation der Olivetaner Kirchenbau und Aufstockung, seit 1953 Besitz des Bistums Gurk; bischöfliches Seminar „Marianum” und Gymnasium seit 1946)
40 Herzogstuhl (mittelalterlicher Steinsitz des 9. Jhs., im 13./14. Jh. zu einem Doppelsitz erweitert, der beim Amtsantritt eines neuen Kärntner Herzogs bis 1597 eine wichtige Rolle spielte)
41 Karnburg (als „curtis carantana” karolingische Pfalz, in welcher König Arnulf 888 das Weihnachtsfest verbrachte, bis auf die heutige, 927 gen. Pfarrkirche St. Peter und Paul verschwunden; in ihrer Nähe stand der Fürstenstein, ein römisches Säulenfragment, auf dem bis 1414 die Einsetzung des Kärntner Herzogs stattfand)
42 Maria Saal (Salzburger Mutter- und Missionskirche, gegr. 8. Jh., Kollegialstift 1116, Neubau 1430–1459)
43 Virunum (löste die keltische Siedlung am Magdalensberg nach der römischen Landnahme [15 v. Chr.] bzw. Eingliederung ins Römische Reich [bald nach 45 n. Chr.] als neuen Siedlungsplatz ab, Stadtbezirk, ab 5. Jh. allmählich aufgegeben)
44 Karlsberg (von Karl von Projern im 2. V. 12. Jh. als herzogliche Ministerialburg err., später Sitz der Marschälle, 1292 Beteilung Konrads von F. an einer Verschwörung gegen die Landesherren aus dem Hause der Grafen von Görz-Tirol; die Burganlage in der Neuzeit verfallen, der Meierhof in ihrer Nähe wurde im 17. Jh. von den Khevenhüllern bzw. Grafen von Goëss zu einem Schloss ausgebaut)
45 Burg Nussberg (auf felsiger Rückfallkuppe über dem Eingang in den Schaumboden err., 1148 im Besitz von herzoglichen Ministerialen, spätestens im 17. Jh. verfallen, in den letzten Jahrzehnten tw. Wiederaufbau)
46 Burg Schaumboden (den Mühlbach taleinwärts im 12. Jh. err., Trixner Lehen im Besitze des Gurker Dompropstes, mittelalterlicher Weinbau überliefert, in der Neuzeit verfallen, nur geringe Reste erhalten)
47 Dornhof (unter den geringen Resten einer mittelalterlichen Burganlage im 16. Jh. vermutlich durch die Herren von Staudach als Edelmannsitz der Renaissance erbaut)
48 Burg Freiberg (gen. 1181, eines der Hauptschlösser der Spanheimer und bis zum Ausbau von St. Veit als Stadt zentraler Stützpunkt ihrer Macht, repräsentative Anlage des Hochmittelalters, Sitz eines Landgerichtes, 1292 vergeblich belagert, im 16. Jahrhundert bereits verlassen, seit 1982 tw. wiederaufgebaut)
49 Frauenstein (1195 als Sitz eines Ministerialengeschlechtes der Spanheimer gen., unter den Welzern 1519/21 spätgotischer Neubau, dieser durch Machtverlagerung nach Klagenfurt vorzüglich erhalten)
50 Kraiger Schlösser (seit dem späten12./frühen 13. Jh. Sitz der herzoglichen Truchsessen, Niederkraig als Hauptburg mit bemerkenswertem Aquädukt, Hochkraig zunächst als Vorwerk entstanden, im 14. Jh. durch Palaszubau bewohnbar gemacht; beide Anlagen in der Neuzeit verfallen)
51 Kraig (heute Mittelpunkt der Gemeinde Frauenstein, M. 14. Jh. Gründung eines Kollegiatkapitels durch die Herren von Kraig, später zu bloßer Titulatpropstei abgesunken)
52 Hochosterwitz (markanter Burgberg, bereits 860 als Salzburger Besitz genannt, seit 1106 im Besitz der Osterwitzer, die an der herzoglichen Tafel das Amt der Schenken ausübten und 1478 ausstarben; als Pfand 1541 in die Hände der Khevenhüller gekommen und nach käuflichem Erwerb 1571–1786 durch Landeshauptmann Georg Khevenhüller in die heutige Form gebracht, 14 Toranlagen, wehrtechnischer Anachronismus, jedoch hoher Symbolwert für die Familie des Bauherrn und die Türkenabwehr)
Andere Texte:
53 Vitusquelle (Brunnenfassung datiert 1822 und 1876; Burgfriedstein [? mit Stadtwappen von 1587] sekundär eingemauert)
54 Petschenegg (Patschanigg 1747)
55 Ziegelofen (1747)
57 Badehaus bei der Vitusquelle (err. A. 19. Jh.; 1893 Neubau)
58 Erlgraben (Erlichgraben 1749)
61 Edelmannsitz des Andreas Findenig (geadelt 1612 „von Däber”) – Militärspital (ca. 1750/60 genannt, zunächst für stationierte Soldaten, ab 1795 Lazarett wohl nur mehr für Zivilpersonen, heute am Eingang des Vitus-Parkes)
62 Peineggen (1747)
63 Urtl (1747)
64 Turm Pogan(t)z (Ritterturm gen. 1279, später Bauernhof)
68 Kalvarienbergkirche (1658 als Maria Loreto-Kirche gegründet und in der ersten Hälfte des 18. Jhts. als Kalvarienbergkirche umgewidmet, Kalvarienberg mit Kreuzwegstationen)
69 Evangelischer Friedhof (im 16. Jh. angelegt; 1600 von der Reformationskommission zerstört)
70 Erlgasse (19. Jh.)
72 Ranftlhof (Rafftlhof, landtäfliches Gut; 1616 erstmals urk. erw.)
73 sog. „Münzturm” (Vorwerk der Stadtbefestigung, 16./17. Jh.?)
74 Basteiturm (1532, als einziger erhalten)
75 Waagstraße (19. Jh.)
76 Turm (hypoth.)
78 Turm (hypoth.)
80 Haus des Domstiftes Gurk (1747 gen.), Stöckl mit Eckerker 17. Jh. (?)
83 sog. „Herzogsburg” (hakenförmiges Vizedomamtsgebäude mit Hofarkaden und angeschlossener Kastenbau mit Zeughaus, später Stadtmuseum, err. 1523–1529, an quadratischen Eckturm der Stadtbefestigung angebaut)
85 Gasthaus Stern (18. Jh., später Turnhalle, Arbeiterkammer, heute: Hotel Fuchspalast)
86 Schloss Köllnhof (1378 „cholendorff” genannt, 1594 Hof im Besitz von St. Veiter Bürgern, um 1778 durch Propst Gottfried Mayerhofer von Griffen Umbau zu frühklassizistischem Schloss, Umbauten 2. H. 19. Jh., Revitalisierung E. 20. Jh.)
87 Mailänderhof (landtäfliches Gut des sp. 18. Jhs., nachbar. Fass. mit „Fenstergucker”)
89 Köllnhofer Kreuz (1603 err., 1747 Friesacher Kreuz)
90 Hunnenbrunn (im Landgericht Kraig, urspr. „Hungerbrunn”, Edelmannsitz des 16. Jh.; Renaissanceschloss)
91 Retorthämmerl (1750 genannt) südlich der Schönmühle an der Wimitz
92 Schloss Weyer (als Gutshof 1399 gen., unter Rudolf und Anna von Liechtenstein, 1585 Ausbau zu Renaissanceschloss, später im Besitz des Damenstiftes St. Georgen am Längsee)
93 St. Georgen am Längsee (Damenstift frühes 11. Jh. bis 1783)
96 Thonfeld (Tonnfeld1747)
98 Basteiturm (1531–34)
99 Burggasse (18. Jh.)
101 Klagenfurter Tor (Turm err. 13. Jh., abgetragen 1851)
102 St. Johann im Erlach (vorromanisch?, wahrscheinlich 1203, sicher 1228 bezeugt, um 1800 abgekommen, 1263 mit der Pfarre Pulst den Johannitern umgeben) mit Friedhof (ca. 1788 bis 1881 belegt, 1906 aufgelassen)
103 Basteiturm (1531–34)
104 Bürgerspital (urk. 1321, Sanierung ab 1986/2000–2005) und Spitalskirche hl. Martin und Elisabeth (später Joseph; got. Saalraum 14. Jh., im 19. Jh. profaniert, ab 1974 Umbau für museale Zwecke, seit 2005 Veranstaltungsraum)
105 Klosterkirche Unsere Liebe Frau (erbaut ab 1323 als Klarissenkirche, 1648 Neuweihe als Franziskanerkirche, hochgot. Saalraum mit barocken Kapelleneinbauten) und Klarissenkloster (ab 1323, 1542 – Anf. 17. Jh. landesfürstliches Hofspital, 1622 den Jesuiten zugesprochen, 1640 von Franziskanern übernommen, die hier 1648–1666 ein Untergymnasium und bis zu ihrer Aufhebung 1793 eine Niedere Schule betrieben, 1863 Abtragung Ostflügel, der Rest als Volksschule adaptiert)
106 Zeneggenhof bzw. Seminaristöckl (Meierhof der Klagenfurter Jesuiten ab 1640–1773, später dem Stift St. Paul übergeben, 2004 abgetragen)
110 Pulvertürme (Turm I explodiert 1760, Turm II 1778 err.; Gebäudegruppe: Pulverturm, Abwaghaus, Gradierhaus, Salpeter- und Schwefelmagazin sowie Wachthaus; 1902 am Muraunberg neu errichtet)
111 Schwarzenfurt mit Schwarzenfurter Kreuz (auch Schwarzfurtner Kreuz; 1747 bereits vorhanden)
114 Äbtissinwiesen (1747), Michaeli- oder Wiesenmarkt (landesfürstliches Privileg 1362; 1747 als „Äbtissinwiese” gen., seit dem 19. Jh. „Jahrmarktwiese”)
115 Geburtshaus des Malers August Prinzhofer (erb. 1808), spätklassiz. Bürgerhaus freistehend
116 Feuerbach (ma., durchfloss die Stadt, als Kanal verwendet, noch M. 18. Jh. offenes Gerinne)
117 Taggenbrunn (bereits 1157 gen. Burg zur Sicherung des salzburgisch-erzbischöflichen Besitzes, Umbau 1497–1503 unter Leonhard von Keutschach, seit dem 18. Jh. Ruine)
118 Abdecker (Wasenmeister; 19. Jh.)
122 Papiermühle (gen. 1553, im 18. Jh. Ausbau zum größten Unternehmen dieser Branche im Lande, nach Brand 1864 nicht mehr instandgesetzt)
123 Schleifmühle (1747) „auf der Schleife” (1828)
127 Bleiweißfabrik Glandorf (1806–1890; Herrenhaus des frühen 19. Jhs. erhalten; heute Direktion des Funderwerks)
128 Stadlhof (Edelmannsitz 2. H. 16. Jh.)
ARBEITSGRUNDLAGEN (Auswahl):
Norbert Rainer (Hg.), Die Stadt St. Veit in Kärnten und ihre Umgebung, unter Mitwirkung von Karl Ginhart, Rudolf Niederl und Martin Wutte, St. Veit 1927; Karl Ulbrich, Städte und Märkte in Kärnten, Wien 1938; Karl Ginhart, Die Stadt St. Veit an der Glan in Kärnten, Wien 1956; Rainer Bergmann, Die städtische Entwicklung der Stadt St. Veit/Glan, techn. Diss. Wien 1957; Andreas Besold/Wilhelm Deuer/Heinz Ellersdorfer/Kurt Grafschafter/Wilhelm Wadl/Anton Wieser, St.Veit an der Glan, Klagenfurt 1997; Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreich. Kärnten, 3. erw. u. verb. Aufl. Wien 2001; Wilhelm Deuer (unter Benützung von Vorarbeiten von Alice Meir), St. Veit an der Glan (Manuskript für das Österreichische Städtebuch, Drucklegung vorgesehen); zahlreiche Beiträge von Walter Wohlfahrt in: Die Kärntner Landsmannschaft, St. Veit aktuell u. a.
KARTENGRUNDLAGEN:
Matthäus Merian, Topographia provinciarum Austriacarum, Frankfurt am Main 1649 (Kupferstich von Peter Lessacher); Johann Weichard von Valvasor, Topographia Archiducatus Carinthiae, Nürnberg 1688 (Kupferstich von Andreas Trost); Erinnerungsbild an eine Jesuitenmission, 1725 (Stadtpfarrkirche St. Veit) und Votivbild, 1727 (Stadtmuseum St. Veit); Friedrich Bernhard Werner, St. Veit an der Glan, Federzeichnung laviert, 1732 (Landesmuseum Kärnten); Geometrische Karten des Burgfrieds St. Veit der zum Stadtpfarrhof entworfenen zehendmässigen Aekern und Wiesen, 2 Teile 1747 (Stadtpfarrhof St. Veit); Ichnographischer Grundriß der altlandfirst. Haubt- und Kammerstat St. Veit...” 1749 (Stadtmuseum St. Veit); Special Kart des Burgg Frid St. Veit..., 1750 (Kärntner Landesarchiv, Karten und Pläne St. Georgen am Längsee II 36). Alle drei Karten hat Franz Thomas Sartor verfasst. S. dazu Karl Ginhart, Alte St. Veiter Stadtpläne, in: Carinthia I 151/1961, 823–842; Adalbert Klaar, Baualtersplan von St. Veit, Wien 1946–54 (ungedr.).
© Wiener Stadt- und Landesarchiv, Wien
Ludwig Boltzmann Institut für Stadtgeschichtsforschung, Wien
9. Lieferung 2006
Entwurf: Wilhelm Deuer
Bearbeitung: Susanne Claudine Pils, Christina Unger
Kartographische Bearbeitung: Hans-Michael Putz
Kartographie: Christina Unger
Verlag: Wiener Stadt- und Landesarchiv, Wien – Österreichischer Arbeitskreis für Stadtgeschichtsforschung, Linz
Druck: Bösmüller Ges.m.b.H., Stockerau

 

 

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