X. Siebenbürgen in der Revolution und im Freiheitskampf

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X. Siebenbürgen in der Revolution und im Freiheitskampf
Mit Quellenausgaben, die das Material der Archive und Handschriftensammlungen systematisch hinsichtlich der Entwicklungen von 1848–1849 aufarbeiteten, wurde nach Initiativen im Interesse tagespolitischer Ziele der Zeitgenossen relativ spät begonnen, und diese Arbeit blieb auch bald wieder stecken – S. DRAGOMIR, Studii şi documente privitoare la revoluţia românilor din Transilvania în anii 1848–49 (Studien und Dokumente über die Revolution der Siebenbürger Rumänen 1848–1849). I–III, Sibiu 1944. Dem Charakter und der Zielsetzung widersprechend und zuweilen recht einseitig wurden die Quellen gesichtet in: Revoluţia de la 1848–1849 din Transilvania (Siebenbürgische Revolution von 1848–1849). I. Hrsg. ŞT. PASCU und V. CHERESTEŞIU. Bucureşti 1977; Documente privind revoluţia de la 1848 din ţările române. C. Transilvania (Dokumente zur 1848er Revolution in den rumänischen Ländern. C. Siebenbürgen). II. Hrsg. ŞT. PASCU und V. CHERESTEŞIU. Bucureşti 1979; III. Hrsg. ŞT. PASCU. Bucureşti 1982.
Zur Bedeutung und Dynamik der Bauernbewegungen s. Zs. TRÓCSÁNYI, Az erdélyi parasztság története 1790–1848 (Geschichte der siebenbürgischen Bauernschaft 1790–1848). Budapest 1956. E. ARATÓ, Die Bauernbewegungen und der Nationalismus in Ungarn im Frühling und Sommer 1848. AUSB 1967, 1977; 1848 Arcok, eszmék, tettek (1848 Gesichter, Ideen, Taten). Bukarest 1974.
Eine anspruchsvolle Analyse der Entwicklungen im Frühling und Sommer 1848 mit der ehrlichen Darstellung des rumänischen bürgerlich-nationalistischen Standpunktes ist S. DRAGOMIR, Studii şi documente ... V, Cluj 1946. Vom Anspruch auf Überwindung des einseitigen Nationalismus ist geprägt V. CHERESTEŞIU, A balázsfalvi nemzeti gyűlés 1848. május 15–17 (Die nationale Versammlung von Blasendorf am 15.–17. Mai 1848). Bukarest 1967.
Die einzige moderne regionale Monographie ist Á. EGYED, Háromszék 1848–1849 (Drei Stühle 1848–1849). Bukarest 1978. Die gelungendste Biographie ist S. DRAGOMIR, Avram Iancu. Bucureşti 1965.
Die ungarische Historiographie legte große Betonung auf die ungarisch-rumänischen Beziehungen und die Nationalitätenpolitik der ungarischen Regierung: Z. I. TÓTH, Bălcescu Miklós élete (Das Leben Nicolae Bălcescus). Budapest 1958; ders., Magyarok és románok (Ungarn und Rumänen). Budapest 1966; GY. SPIRA, A nemzetiségi kérdés a negyvennyolcas forradalom Magyarországán (Die Nationalitätenfrage in Ungarn zur Zeit der 48er Revolution). Budapest 1980; A. MISKOLCZY, Roumanian – Hungarian Attempts at Reconciliation in the Spring of 1849 in Transylvania. AUSB 1981.
Über die historische Rolle der Sachsen s. C. GÖLLNER, Die Siebenbürger Sachsen in den Revolutionsjahren 1848–1849. Bukarest 1967; Z. SÁRKÖZI, Az erdélyi szászok 1848–1849-ben (Die Siebenbürger Sachsen 1848–1849). Budapest 1974.
Relativ oft ist die Rede von den Menschenverlusten des Bürgerkrieges, doch sind die Quellen zu einseitig, um ein genaues Bild davon zu geben. Die österreichische Militärregierung ließ nur die „Opfer des ungarischen Terrorismus“ registrieren. Die in den Gemeinden vorgenommene Erhebung ergab 6112 Personen. Von den Verurteilten der ungarischen Standgerichte wurden 449 (höchstens 769) auf Offiziersbefehle hin, ohne formelles Urteil hingerichtet. Bei der Einnahme einzelner Ortschaften wurden 31 Personen gehenkt, 709 erschossen, und auf sonstige Weise verloren 2871 ihr Leben. Von der Zivilbevölkerung starben bei militärischen Zusammenstößen 1283. Dieselben 6112 Personen in anderer Aufschlüsselung: 5680 Männer, 363 Frauen, 69 Kinder. Nach Nationalitäten: 5405 Rumänen, 310 Sachsen, 304 Ungarn, 93 sonstige. In ihrer Propaganda sprachen die rumänischen Zeitgenossen von ca. 40 000 rumänischen Opfern. Diese Zahl akzeptierend, schrieb I. ŞTERCA ŞULUŢIU, Din istoria Munţilor Apuseni (Aus der 714Geschichte des Erzgebirges). Gazeta Transilvaniei, Nr. 18, 1891 von 100 000 ungarischen Opfern. In Kenntnis der obigen österreichischen Erhebung und der demographischen Verhältnisse jener Zeit schätzte E. A. BIELZ, Handbuch der Landeskunde Siebenbürgens. Hermannstadt 1857, 149 die „außerordentlichen“ Menschenverluste von 1848–49 auf 18 000, indem er auch die Opfer des aufgrund der Kriegsverhältnisse ausgebrochenen Typhus zu den Opfern eines gewaltsamen Todes zählte. Viel schlimmere Folgen als die physische Zerstörung und Vernichtung hatten die seelischen Schäden und Erschütterungen.

 

 

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